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Der Agathe-Lasch-Saal

Der Agathe-Lasch-Saal befindet sich im Hauptgebäude, Hörsaal B. Er hat Plätze für 361 Teilnehmer.
Der Hörsaal ist allein durch seine Architektur einer der schönsten Hörsäle der Universität, denn er liegt direkt unter der Kuppel des Hauptgebäudes. Er strahlt Modernität und Helligkeit aus. Er ist Teil des Medienkompetenz Zentrums der Universität Hamburg und somit sind alle technischen Highlights vorhanden, wie zum Beispiel die Bedienung von Präsentations- und Multimediatechnik durch einen Touchscreen am Rednerpult.
Seinen Namen erhielt der Hörsaal als Andenken an die erste Professorin der Universität Hamburg, Agathe Lasch.

Agathe Lasch wurde in Berlin geboren und studierte in Halle und Heidelberg Germanistik, 1909 promovierte sie und ging nach Amerika. Dort verfasste sie ihr erste Werk: "Mittelniederdeutsche Grammatik" (1914) bis heute ein Standardwerk der Germanisten. 1917 verließ sie die USA aufgrund des Kriegseinbruches und wurde Assistentin am deutschen Seminar in Hamburg.
1923 erhielt sie als erste Frau an der Universität Hamburg und als erste Germanistin in Deutschland eine Professorenstelle. 1926 wurde für sie ein Lehrstuhl für Niederdeutsche Philologie geschaffen.
In Hamburg arbeitete Agathe Lasch an zwei Wörterbuchern: am Hamburgischen Wörterbuch und am Mittelniederdeutschen Wörterbuch.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten fand die lehrende und forschende Tätigkeit von Agathe Lasch an der Universität ihr Ende. Das neue Gesetz verbot die Beschäftigung von Juden im öffentlichen Dienst.
1934 erfolgte ihre Entlassung. Dem Berufsverbot folgte ein Publikationsverbot. 1937 zog sie nach Berlin, um bei ihrer Familie zu sein. Am 12. August 1942 wurde sie verhaftet und deportiert.
1928 hatte sie ihr erstes Wörterbuch der Mittelniederdeutschen Sprache noch publizieren können, das Hamburger Wörterbuch wurde 1956 durch ihre Vorlagen fertig gestellt.


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