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Track 3: Neue Kompetenzen fördern

Evaluation als Impulsgeber für Innovationen im E-Learning
Birgit Gaiser, Benita Werner, Stefanie Panke
Die Verzahnung der Bereiche Evaluation und Erstellung bzw. Design ist in E-Learning-Projekten aufgrund organisatorischer und/oder politischer Gegebenheiten häufig gering. Dieser Beitrag stellt den Personas-Ansatz am Beispiel der Portalentwicklung als eine innovative Methode vor, um diesem Defizit entgegenzuwirken. Aufbauend auf Theorien und Ergebnissen der Evaluationsforschung wird diese Methode in ein generisches Modell der Portalentwicklung eingebettet, das der Evaluation im gesamten Projektverlauf eine übergreifende Rolle zuschreibt. Abschließend wird die Übertragbarkeit des Personas-Ansatzes auf andere E-Learning-Kontexte diskutiert.

ePortfolios - der "rote Faden" zur Kompetenzentwicklung in Bachelor- und Masterstudiengängen
Marianne Merkt
Die Realisierung der Portfolio-Methodik in einem studienbegleitenden Konzept inBachelor- und Mastersystemen kann den Studierenden zwei Vorteile bieten. Erstens unterstützt die Vorstrukturierung durch ePortfolios die Studierenden überLehrveranstaltungs- und Modulgrenzen hinweg in der Entwicklung ihrer Kompetenzen. Zweitens können Teile des ePortfolios über die Setzung von so genannten"Showcases" Lehrenden und anderen Studierenden für Feedbacks oder Bewertungen geöffnet werden. Lernprozesse werden so durch kooperativen Austausch ge-fördert. Im folgenden Beitrag werden die Anforderungen eines solchen ePortfolioKonzeptes an Studienreformprozesse, Hochuldidaktik und Technologie formuliert.

Gemeinsam bloggen - gemeinsam lernen
Mandy Schiefner, Caspar Noetzli, Eva Seiler Schiedt
Im Februar 2006 hat das "E-Learning Kompetenznetz" der Universität Zürich ein Weblogsystem eingerichtet, um die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen innerhalb der Universität zu verbessern. Gerade Web 2.0 Anwendungen eignen sich durch Interaktivität und Partizipation für kreative Lösungen der Zusammenarbeit, des Wissensmanagements und des informellen Lernens. Wie dies geschehen kann, soll der folgende Beitrag am Beispiel des «E-Learning Kompetenznetzes» der Universität Zürich verdeutlichen.

Step Online. E-Learning in der Studieneingangsphase im Studium der Bildungswissenschaft an der Universität Wien.
Christian Swertz, Sabine Führer
Im Projekt "Studieneingangsphase Online" wird eine E-Learning - Unterstützung für Vorlesungen und Seminare in der Studieneingangsphase des Studiums der Bildungswissenschaft an der Universität Wien entwickelt. Dazu werden didaktische Szenarien konzipiert und mit der Lernplattform "InLearn" realisiert. Das Projekt berücksichtigt die heterogenen Ziele verschiedener Studienprogramme, Lehrender und Studierender. Durch die Produktion rezeptiver, interaktiver und kooperativer Wissenseinheiten nach dem Konzept der Web-Didaktik (vgl. Meder, 2006; Swertz, 2004) wird dazu ein individueller und selbstgesteuerter Lernweg unterstützt. Zur Verbindung der Web-Didaktik als E-Learning - Theorie mit der Lehrpraxis wird die Entwicklung als reflexiver Prozess durchgeführt. Für eine systematische Reflexion wurde ein Evaluationsbaukasten entwickelt, der die methodische Heterogenität universitärer Lehre berücksichtigt.

Cascaded Blended Mentoring - Unterstützung von StudienanfängerInnen in der Studieneingangsphase
Barbara Strassnig, Birgit Leidenfrost, Alfred Schabmann, Claus-Christian Carbon
Die Studiensituation in einem Massenstudium wie dem Diplomstudium Psychologie an der Universität Wien ist für Studierende und Lehrende alles andere als optimal. Vor allem der Studieneinstieg stellt eine schwer bewältigbare Herausforderung für viele StudienanfängerInnen dar, die Betreuungssituation ist zudem extrem angespannt. Mit dem Projekt Cascaded Blended Mentoring wird ein Konzept vorgestellt, das bisher ungenutzte Kompetenzen und Erfahrungen von fortgeschrittenen Studierenden zur Unterstützung von StudienanfängerInnen in der Studieneingangsphase einbindet. Auf Blended Learning Basis werden die StudienanfängerInnen in Kleingruppen virtuell und präsent von fortgeschrittenen Studierenden beim Erwerb von Schlüsselkompetenzen, die für ein erfolgreiches Studium wichtig sind, unterstützt. Die erstmalige Erprobung dieses Modells findet mit StudienanfängerInnen des Sommersemesters 2007 statt.

BORAKEL - ein Online-Tool zur Beratung von Abiturienten bei der Wahl des Studiengangs
Christian Montel
Der vorliegende Artikel beschreibt die Schritte der Erstellung von BORAKEL, dem Online-Beratungstool der Ruhr-Universität Bochum. Ziel des Projektes ist es, Abiturientinnen und Abiturienten bei der Suche nach einem geeigneten Studiengang zu unterstützen. Der Aufsatz skizziert die Inhalte der drei verfügbaren Online-Module, beschreibt die zu deren Erstellung notwendigen Schritte und endet mit der Darstellung erster Evaluationsergebnisse.

E-Learning in Psychosomatik und Psychotherapie
Kerstin Sude, Rainer Richter
Im Herbst 2006 startete am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf das E-Learning-Pilotprojekt "LUMA", eine webbasierte Lern-Umgebung im Rahmen des Medizinstudiums für das klinische Pflichtfach 'Psychosomatik und Psychotherapie'. Der Beitrag beschreibt, welche E-Learning-Angebote für das Fach bereits bestehen und welche inhaltlichen Schwerpunkte geplant sind. So wurden für das Erkennen von psychologischen Abwehrmechanismen ein so genanntes Video-Abwehr-Rating sowie Kasuistiken-online entwickelt. Die positive Resonanz der Studierenden, ihr Rückgriff auf Tools und Prüfungsfragen zeigt, dass E-Learning für die Vermittlung von Kenntnissen in der Psychosomatik und Psychotherapie sinnvoll eingesetzt werden kann. Positive Evaluations-Ergebnisse aus der Psychotherapie-Ausbildung von PsychologInnen wurden in das Pilotprojekt einbezogen (Sude, Wollatz, & Richter, 2006). In Zukunft wird es von Interesse sein, die Angebote für das (Hamburger) Curriculum Psychosomatik und Psychotherapie weiter zu entwickeln und in Kooperation mit anderen Medizinischen Fakultäten zu überprüfen.

Educational Measurement im medizinischen E-Learning.
Begleitende Effektivitätsmessung im Rahmen freier Wahlfächer

Josef Smolle, Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Gilbert Reibnegger
An der Medizinischen Universität Graz wird E-Learning in großem Umfang genutzt, was durch Zugriffszahlen von mehr als 300.000 pro Monat dokumentiert ist. Als entscheidendes Qualitätskriterium erachtet die Universität die Lerneffektivität der E-Learning-Angebote. Die Einrichtung freier Wahlfächer zum medizinischen Lernen mit Neuen Medien erlaubt die Durchführung experimentell-didaktischer Studien an konkretem Unterrichtsmaterial mit Studierenden, die sich aus der realen Zielgruppe rekrutieren. Bisher wurden Studien zur Generierung expliziten Wissens durch Computer-based Training, die Effektivität von Case-based reasoning, den Einfluss variabler gegenüber wiederholter Fälle, die Auswirkungen von Drill-andPractice, die Kombination systematischer Einführungen in Ergänzung zu fallbasierten Formaten, sowie der didaktische Wert ergänzenden Bildmaterials, virtueller mikroskopischer Präparate und komplexer Simulationen untersucht. Im Aufbau ist die partizipatorische E-Learning-Gestaltung durch die Studierenden und Problembasiertes Lernen durch kooperatives Arbeiten im Netz. Die gewonnenen quantitativen Erkenntnisse werden unmittelbar im Alltag der E-Learning-Entwicklung umgesetzt.

Lernen mit GIS 2.0.
Kreative Lernwege durch die Integration von digitalen Globen und Lernplattformen

Alexandra Jekel, Thomas Jekel
Digitale Globen bieten eine hohe Editierbarkeit und können auch von Laien annotiert und kostenlos genutzt werden. Sie eignen sich damit zur Entwicklung geoinformationsbasierter, alltagsweltlich angebundener und problemorientierter Lernumgebungen. Der Beitrag diskutiert zunächst den Nutzen von Geoinformation in Lernprozessen und stellt eine Lernumgebung zur Stadtplanung vor, die im Wintersemester 2006/07 an zwei Universitäten durchgeführt und evaluiert wurde.

Bachelor und Handlungskompetenz - Geht das?
Silke Kleindienst
Der vorliegende Artikel stellt das Konzept für ein Modul innerhalb des Bachelorstudiengangs "Medien & Technik" an der Fachhochschule St. Pölten, Österreich zum integrierten Erwerb beruflicher Handlungskompetenz vor. In diesem Konzept werden besonders die Anforderungen des Arbeitsmarktes in Bezug auf berufliche Handlungskompetenz und die Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft in Bezug auf lebenslanges Lernen berücksichtigt. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass Handlungskompetenz nicht als Insellösung vermittelt wird, sondern in den Fachlehrveranstaltungen gefordert und gefördert wird.

Computerunterstütztes Soziales Lernen (CSSL):
Ein paradigmatischer Ansatz für die Entwicklung von Sozialkompetenz im Blended Learning

Jens Rogmann, Alexander Redlich
Zur Entwicklung individueller sozialer Kompetenzen gilt traditionell das Präsenztraining als Königsweg; dem Einsatz digitaler Bildungstechnologien für diesen Zweck wird mit Skepsis begegnet. In diesem Beitrag wird auf Basis von Modellen zum sozialkommunikativen Handeln ein paradigmatischer Ansatz für die Einbindung neuer Lerntechnologien im Bereich des sozialen Lernens entwickelt und an einer Lernsequenz praxisnah erläutert. Abschließend werden sich ergebende Perspektiven für Didaktik und Forschung vorgestellt.

Mehr als ein Praktikumsbericht - Konzeption und Evaluation eines Szenarios zur Förderung individueller und kollektiver Reflexion im Berufspraktikum
Eva Zöserl, Christoph Richter, Christian Vogel
Berufspraktika bilden einen zentralen Bestandteil der anwendungsorientierten Hochschulausbildung. Gleichwohl gestaltet sich die gezielte Förderung individueller wie auch kollektiver Reflexionsprozesse im Rahmen von Berufspraktika oftmals als schwierig. Vor diesem Hintergrund beschreibt der vorliegende Artikel den Einsatz eines pädagogischen Szenarios zur Förderung vertiefter individueller und kollaborativer Reflexion der Studierenden über ihre Praktikumserfahrungen unter Zuhilfenahme einer webbasierten Lernumgebung aus Onlineforen, Blogs und einem Wiki sowie entsprechender Aufgabenstellungen. Neben der Beschreibung des Szenarios und seiner technischen Realisierung werden die Ergebnisse der begleitenden Evaluationsstudie dargestellt und diskutiert.


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