Studieren neu erfinden –
                   Hochschule neu denken

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Track 1: Studieren neu erfinden

Medi@rena - Ein Ansatz für neue Lernszenarien im Web 2.0 durch semantisches Positionieren
Patrick Erren, Reinhard Keil
In Bezug auf den Umgang mit digitalen Lernobjekten kann Lernen als Wissensarbeit charakterisiert werden. Damit rücken traditionelle Medienarrangements wie Schreibtisch und Arbeitszimmer in den Vordergrund. Der Beitrag zeigt, wie vergleichbare Strukturierungen in virtuellen Räumen mit integrierten "Web 2.0"-Ansätzen eine Fülle von Lernszenarien ermöglichen. Diese bieten zudem neue Perspektiven für die Umsetzung von Lernarrangements, die mit traditionellen Medien nicht möglich sind. Neben der kooperativen Bearbeitung von Lernobjekten geht es hier auch um neue Funktionen zum semantischen Positionieren von Wissensobjekten.

Hypertext als Gesprächskatalysator.
Studierende unterschiedlichster Disziplinen lassen sich von einem Gemälde und voneinander inspirieren

Jakob Krameritsch, Eva Obermüller

Der Text beschreibt ein Projekt, bei welchem Studierende heterogener Disziplinen und Fachbereiche gemeinsam ein Webportal "Arts & Sciences" erarbeiten, welches sich um eine spannungsgeladene Präsentation der Universitäten für Schülerinnen und Schüler bemüht. Das Projekt ist Teil einer interdisziplinären Kooperation im Rahmen des Wiener E-Learning-Strategie-Projektes "Delta3" (eine Kooperation der Technischen Universität, der Universität für Bodenkultur und der Akademie der bildenden Künste).
Der Fokus liegt dabei weniger auf dem Endprodukt und dessen mediendidaktischer Konzeption. Im Zentrum steht vielmehr der kollaborative Produktionsprozess, da dieser mit zahlreichen "didaktischen Mehrwerten" einher geht und "E-Learning" in einem ungewöhnlichen und - so die These - überaus lohnenden Gesichtspunkt präsentiert: "E-Learning", genauer: die Versprechung Hypertext, fungiert in diesem Kontext als Katalysator für einen intensiven, persönlichen Austausch zwischen den Studierenden.

Das kollaborative Schreiben von Geschichte als Lernprozess.
Eigenheiten und Potential von Wiki-Systemen und Wikipedia

Jan Hodel, Peter Haber
Die Nutzung von Wiki-Systemen als Werkzeug kollaborativen Schreibens ermöglicht verschiedene genuin fachhistorische Erkenntnis- und Lernprozesse: Durch die Gegenüberstellung verschiedener Sichtweisen auf einen geschichtlichen Sachverhalt wird auf der inhaltlichen Ebene eine vertiefte Auseinandersetzung ermöglicht; zugleich evoziert diese Multiperspektivität die Auseinandersetzung mit den Prozessen historischer Sinnbildung und mit der Rolle historischer Narrationen im diskursiven und gesellschaftlichen Umgang mit "Geschichte". Dies wiederum fördert die medien- und fachkompetente Nutzung von Wikipedia, der zur Zeit wirkungsmächtigsten öffentlichen Anwendung eines Wiki-Systems.

Begleitstudium Problemlösekompetenz 2.0
Gabi Reinmann, Sandra Hofhues, Tobias Jenert, Thomas Sporer
Extra-curriculares Engagement von Studierenden wird in Zeiten der eng organisierten Bachelor- und Master-Studiengänge, der Einführung von Studiengebühren und der Notwendigkeit, im Studium bereits Praxiserfahrungen gesammelt zu haben, immer schwieriger. Um Studierenden unter diesen Rahmenbedingungen weiterhin die Möglichkeit zu bieten, sich außerhalb des Fachstudiums zu engagieren, wurde an der Universität Augsburg das Begleitstudium "Problemlösekompetenz" konzipiert. Der vorliegende Beitrag stellt diesen co-curricularen Lern- und Arbeitsraum für Studierende vor und fundiert dieses Studienkonzept theoretisch. Am Beispiel des Begleitstudiums wird eine Infrastruktur für das Lehren und Lernen an der Hochschule vorgeschlagen, welche Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft.

Synchrones Online-Lernen in einer kollaborativen virtuellen Umgebung:
Evaluation der interaktiven Möglichkeiten

Katrin Allmendinger, Katja Richter, Gabriela Tullius
Synchrones netzbasiertes Lernen bietet als Ergänzung zu Face-to-Face-Veranstaltungen Vorzüge in der Hochschullehre. Im vorliegenden Beitrag wird eine Evaluationsstudie vorgestellt, die ein Blended Learning Setting an der Hochschule Reutlingen zum Gegenstand hat. Neben subjektiven Fragebogendaten wurden objektive Evaluationsdaten zur Nutzung der unterschiedlichen Kommunikationskanäle (Textchat, nonverbale Signale) erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass derartige Kanäle, flankierend zur Audio-Kommunikation, rege eingesetzt werden und die synchrone Kommunikation im Netz bereichern.

Mediengestütztes Selbststudium - Hochschulentwicklung mit und für Studierende
Christoph Meier, Franziska Zellweger Moser
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie Studierende in Hochschulentwicklungsprojekte involviert werden können. Ausgehend von den Erfahrungen der Universität St. Gallen im Rahmen des mediengestützten Selbststudiums werden Anknüpfungspunkte in der Literatur dargestellt und systematisiert. Am Beispiel eines Ideenwettbewerbs wird dargestellt, wie eine geschickte Verbindung des traditionellen Modells der studentischen Hilfskraft mit Service Learning Projekten, eines Qualitätsdialogs in der Lehre sowie der Partizipation am hochschulpolitischen Prozess eine Maximierung des Nutzens für die Hochschule wie für die Studierenden ermöglicht.

Konzeption und Produktion von Medien mit Studierenden als Beitrag zur Entwicklung der Hochschulstrategie
Wolfgang Swoboda
Dieser Beitrag präsentiert eine Konzeption und Beispiele der Medienarbeit mit Studierenden als Beitrag zur Entwicklung der Medienstrategie von Hochschulen. Ausgehend von Studienmodulen im Lehrgebiet „Medienkonzeption und -produktion“ rückt das Department „Information“ der Fakultät „Design, Medien und Information“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg die Medienkompetenzen seiner Studierenden in den Mittelpunkt von innovativen Projekten. Der Beitrag fordert dazu auf, Studierende an der Medienentwicklung zu beteiligen und so die Möglichkeiten des Lehrens und Lernens zu verbessern, - statt unter der Flagge „E-Learning“ weitere Verwaltungs- und Kontroll-Strukturen in den Hochschulen zu implementieren.

E-Portfolio-Einführung an Hochschulen:
Erwartungen und Einsatzmöglichkeiten im Laufe einer akademischen Bildungsbiographie

Wolf Hilzensauer, Veronika Hornung-Prähauser, Sandra Schaffert, Diana Wieden-Bischof
Elektronische Portfolioarbeit wird immer häufiger an Universitäten eingesetzt. In diesem Beitrag werden Besonderheiten des Einsatzes des E-Portfolio-Konzepts in Hochschulen vorgestellt. Dazu werden Erwartungen und Motive der Universitäten, die bereits E-Portfolios einsetzen, genannt. Unterschiedliche Szenarios werden skizziert, welche beschreiben, wie die E-Portfolio-Arbeit im Verlauf einer akademischen Ausbildung zur Anwendung kommen kann. Damit die Vorteile der Portfolioarbeit zum Tragen kommen können, muss sie von allen Beteiligten als sinnvoll erlebt werden.

E-Learning in der dritten Dimension.
Ein Seminar zwischen Web 2.0 und virtuellen Welten

Antje Müller, Martin Leidl
In diesem Artikel werden am Beispiel von Second Life die Besonderheiten von virtuellen Welten beschrieben und Einsatzfelder im Lernkontext aufgezeigt. Dabei werden virtuelle Welten und ihre Beziehung zu Web 2.0-Anwendugen bzw. Social Software betrachtet. Soziale Präsenz und kollaborative Inhaltserstellung werden als zentrale Merkmale der virtuellen Welten identifiziert. Abschließend stellen wir das didaktische Konzept eines Seminars vor, in dem Second Life gleichzeitig als Forschungsfeld und E-Learning-Umgebung genutzt wird. Dazu werden die von Kerres (2006) beschrieben Perspektiven für E-Learning im Kontext von Web 2.0 auf Second Life übertragen und diese virtuelle Welt als eine Art Lernportal eingesetzt.

Effiziente Entwicklung von E-Content mit hohem Individualisierungsgrad:
Ein Community-basiertes Modell

Nicolae Nistor, Armin Rubner, Thomas Mahr
Der zunehmende Einsatz von Technologien in allen Aktivitätsbereichen erfordert effiziente und Flächen deckende Ansätze zum Erwerb der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Speziell im Hochschulbereich werden stets neueste Technologien entwickelt und erprobt. Dabei kommt Hochschulmitarbeitern wie auch Studierenden die Aufgabe zu, sich Kompetenzen zum Umgang mit diesen Technologien anzueignen. Eine besondere Schwierigkeit bestehen darin, dass - vor allem bei sehr neuen Technologien, deren Entwicklung eventuell noch nicht ganz abgeschlossen ist - ausführliche Dokumentation und Trainingsmaterialien nicht immer vorhanden sind. Wenn vorhanden, sind diese meist für den "allgemeinen Benutzer" konzipiert und zielen nicht speziell auf die Lösung spezifischer Probleme eines konkreten Anwendungsgebiets und einer bestimmten Benutzergruppe ab. Dadurch kann sich der produktive Einsatz der neuen Technologien verzögern und zusätzliche Kosten entstehen. Im Folgenden wird ein möglicher Lösungsansatz für dieses Problem präsentiert. Dieser basiert auf der Idee der Praxisgemeinschaften (communities of practice, Wenger, 1999), die wiederum aus der anthropologischen Sozialforschung entstanden ist und sich auch durch einige pädagogische Anwendungen bewährt hat. Durch das hier vorgeschlagene "Propeller-Modell" soll Wissenskommunikation bei der Anwendung neuer Technologien so eingesetzt werden, dass (1) Wissen zum Umgang mit diesen Technologien im Rahmen einer Praxisgemeinschaft kommuniziert, (2) in Form von E-Learning-Content fixiert und (3) die Kompetenz der Organisationsangehörigen im Umgang mit den Technologien gefördert wird. Es wird weiterhin erwartet, (a) dass E-Learning-Content einen hohen Individualisierungsgrad aufweist und dementsprechend (b) dass die Weiterbildung der Organisationsangehörigen schnell erfolgt, effizient ist und Ressourcen spart. Exemplarisch wird der Ansatz am Beispiel des Trainings von software skills bezüglich des Content-Management-System Fiona bei Mitarbeitern der Ludwig-Maximilians-Universität München erprobt.

Blackbox Lernprozess und informelle Lernszenarien
Gottfried S. Csanyi, Jutta Jerlich, Margit Pohl, Franz Reichl
Im Kontrast zu weit verbreiteten Auffassungen ist es aus der Sicht von Lernpsychologie und Hirnforschung nicht möglich, individuelle Lernprozesse exakt zu steuern. Im Gegenteil: der individuelle Lernprozess stellt sich als Blackbox dar, deren Output immer wieder nur erstaunt zur Kenntnis genommen werden kann. Alle Versuche, dieses Problem zu lösen, erweisen sich regelmäßig als Ressourcenverschwendung. Als deutlich effizienter könnte es sich hingegen erweisen, informelle Lernformen als Methode der Wahl massiv einzusetzen und somit den - ohnehin unrealistischen - Kontrollanspruch als Lehrende endgültig aufzugeben.

Kollaboratives Schreiben an wissenschaftlichen Texten 'Neue Medien' und 'Neue Lehre' im Fach Geschichte
Tillmann Lohse, Caroline von Buchholz
Der vorliegende Artikel diskutiert die Frage, welchen Beitrag die 'Neuen Medien' dazu leisten können, die Qualität der akademischen Lehre im Fach Geschichte auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen sicherzustellen und (wo möglich) sogar noch zu erhöhen. Er plädiert für studiengangweit abgestimmte Kombinationen unterschiedlicher Blended-Learning-Szenarien, die je nach Lehrveranstaltungstyp stärker auf die Präsenzlehre oder das E-Learning fokussiert sind, und zeigt an einem konkreten Beispiel auf, welche Potentiale in einem kreativen Umgang mit Lernmanagementsystemen stecken können.


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